Trends: Joseph Kony wird zum Internetphänomen

Wer kennt bitteschön Joseph Kony? Bis vor einigen Tagen dürfte der Name – bis auf ein paar Menschenrechtler – wohl eher weniger gesagt haben. Joseph Kony ist ein gesuchter Kriegsverbrecher aus Uganda. Seit 2006 ist er untergetaucht. Allerdings geistert Kony nun als Phänomen durch das Internet. Vor allem bei Facebook, Twitter und Co.

Wer den Namen Joseph Kony noch nicht gekannt hatte, der hat gute Chancen im Laufe der Tage im Internet auf den grausamen afrikanischen Rebellenführer aufmerksam zu werden. Verantwortlich dafür ist eine amerikanische Organisation die nun die Social Networks wie Facebook, Twitter und YouTube eine Kampagne gegen den gebürtigen Ugander gestartet hat. Ein eingestelltes Video auf YouTube hat mittlerweile mehr als 80 Millionen Views. In dem 30-Minütigen Video geht es über den “Gotteskrieger” und seine “Widerstandsarmee des Herren” (LRA / Lord´s Resistance Army).

Der -wie Kony sich selbst bezeichnet, “Sprecher Gottes” wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag seit 2005 unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht.

Das Ziel der Aktion ist es, Kony bis Ende des Jahres zu fassen. – Deshalb auch der Aktionsname “Kony 2012”. Vermutet wird, dass Kony sich immer noch im Busch der Zentralafrikanischen Republik versteckt. Er schreckt von Mord un Folter nicht zurück. Mädchen werden als Sexsklavinnen missbraucht. In den letzten 25 Jahren flüchteten sich wohl mehr als zwei Millionen Menschen in Ost-und Zentralafrika vor den Kämpfern, die ohne Gnade mordeten, vergewaltigten, verstümmelten oder entführten.

 

 

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